Krähennest - Ein Wolfs RPG

Die Krähen führen die Wölfe zurück ins Tal. Kannst auch du dich behaupten?
 
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 Herbstwald

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Payu
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BeitragThema: Herbstwald   So Aug 06, 2017 1:13 am

Der Herbstwald

Der Herbstwald begrenzt das Reich der Mitte im Osten.

Dieser Wald besteht als einziger nur aus Laubbäumen, die sich im Herbst durch ihr buntes Blattzeug von den restlichen Fichtenwäldern drum herum abheben.
Am östlichsten Rand findet sich ein kleiner See. Hier findet man die ersten Spuren von Menschen in Form eines überdachten Holzsteges.
Das Holz des Steges ist alt und morsch, der Geruch der Menschen schon längst vergangen.

Beutetiere: Mäuse, Hasen, Eichhörnchen, Rehe


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"Lass deiner Kreativität freien Lauf.. und dann komm ich"


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Zeref

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BeitragThema: Re: Herbstwald   So Aug 06, 2017 11:24 am

Mit einem leichtem Schlendern lief ich den beblätterten Waldboden entlang und sah mich interessiert um. Erstaunt von den vielem Farben und der Lebindigkeit dieses Waldes blieb ich auch das ein oder andere mal stehen, um mir einiges genauer anzusehen oder einfach nur zum Lauschen. Der Wald sieht anders aus, ist einigermaßen warm und hört sich sogar anders an. Mit einem leichten Lächeln begrüßte ich die drastische Veränderung zu der gefrohrenen Höhle, die ich vor einigen Monaten noch mein festes Zuhause nennen konnte. Durch die Lücken zwischen den Baumstämmen konnte ich etwas schimmern sehen und ging interessiert darauf zu. Schnell wurde klar, dass es sich um einen See handelte und setzte ich mich erleichtert hin. Wäre ich noch einen weiteren Tag ohne richtiger Trinkquelle herumgelaufen würde es mir am Ende des Tages eindeutig nicht mehr so gut gehen. Die kleinen Pfützen unterwegs reichten einfach nicht. Nachdem ich einige großzügige Schlücke genommen habe beobachtete ich einige Blätter, welche erst vor kurzem vom Baum gefallen waren und nun auf dem Wasser tänzelten. Das ist also der Süden... Ich hatte schon viel darüber von meiner Mutter gehört. Sie kam ebenfalls aus dem Süden von den Sturmklippen, allerdings liegen diese viel weiter im Osten. Der einzige Grund, warum ich ihrer Erzählung nicht gefolgt bin ist, dass ich unangenehme Begegnungen mit ihrer Generation vermeiden wollte. Mit angelegten Ohren hatte sie uns immer nah ans Herz gelegt, dass wir und von diesem Ort fernhalten sollten, da sie nicht ohne Grund in den Norden verschwunden ist. Seufzend sah ich gen Himmel. Es schmerzte daran zu denken, dass ich meine Familie wohl nie wieder sehen werde. Meine Eltern erst recht nicht und selbst bei meiner Schwester Mina habe ich keine Hoffnung. Traurig verzog ich das Gesicht, doch rief mir des besseren zu.
Seit einem halben Tagesmarsch riecht es hier nach anderen Wölfen... Sie können nicht mehr weit sein. Noch einmal tief durchatmend nickte ich nun zuversichtlich und sah dann kurz entschlossen auf, ehe ich meine Augen schloss und ein kräftiges, langes Heulen von mir gab. Es stellte durch die Länge und der Tonlage hoffentlich dar, dass es für mich in Ordnung sei, wenn Wölfe mit friedlichen Absichten vorbeikämen und dass ich sogar vielleicht nach welchen suchte. Nachdem der größte Teil meines Lungenvolumens aufgebraucht war lies ich es verklingen und richtete mein Blick wieder auf den kleinen See und lauschte. Vielleicht bewahrheitet sich meine Vermutung ja..
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Falak

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BeitragThema: Re: Herbstwald   So Aug 06, 2017 9:41 pm

Noch immer dem lockeren Trab verfallen, erreichte ich den Wald und hechtete als erstes unter den erstbesten Baum. Aufmerksam beschnüffelte ich den breiten Stamm um ihn auf Wolfsspuren zu untersuchen und die Kühle des Schattens zu genießen. Schließlich erinnerte ich mich wieder an das Heulen und sah mich mit gespitzten Ohren um. Einen Wolf konnte ich bei den viele Bäumen jedenfalls nicht erblicken. Zaghaft stimmte ich erneut mein junges Geheul an, dann konzentrierte ich mich auf den leichten Wolfsgeruch, der mir um die Nase wehte. Er war schwach und fern, aber trotzdem da. Als ich schließlich endlich eine Richtung ausgemacht hatte, setzte ich mich langsam in Bewegung und folgte besagten Geruch langsam und konzentriert. Dabei machte ich jedoch immer mal wieder Halt um an den Bäumen und Steinen zu schnüffeln. Schließlich trat ich wieder um einen Baum und erspähte da das leichte Glitzern. Meine Maul schnappte auf, meine Zunge wurde sichtbar und meine Augen groß. Wasser! Endlich! Mit weiten Sätzen sprang ich auf den kleinen See zu, ignorierte dabei den grauen Wolf oder die seltsame Hütte und ertränkte nur meine Schnauze im kühlen Nass. Gierig schlabberte ich das Wasser, bis ich meinen Durst gestillt hatte. Erst dann sah ich auf und sah den Rüden etwas verlegen an. "Hey", begrüßte ich ihn leise und ignorierte die Enttäuschung das es nicht ein bekannter Wolf war. "Wie heißt du? Wer bist du? Was machst du hier?"
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Zeref

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BeitragThema: Re: Herbstwald   Do Aug 10, 2017 4:52 pm

Stille, lebendige Stille umgab mich. Zwar bekam ich keine Antwort, doch der Wind ließ den Wald seine Meinung teilen und nachdenklich blickte ich gen Himmel. Hinauf zu der Baumkrone, welche sich knarzend über mich wog und seinen Kommentar mit einigen Eicheln zu Boden auf meine Ebene herabrieseln lies. Fast schon zu spät realisierte ich und senkte mein Haupt sofort, keine Sekunde später spürte ich schon einige Nüsse auf mir landen und sich dann klappernd zur Erde betteten. Die Ohren angelegt wartete ich noch kurz, hätte fast schon schwören können, dass er ein letztes mal ausholen würde, doch blieb es nun still. Die Augen wieder langsam öffnend seufzte ich, schüttelte mein Fell, um vielleichtige Anhängsel loszuwerden als die Stille überraschend erneut unterbrochen wurde. Sofort schnellte mein Kopf empor und als könne ich die Wölfin bereits erblicken können sah ich freudig zwischen den Baumstämmen entlang, auch wenn das Heulen von weit her kommt. Die nächsten Minuten vergingen wie Stunden, langsam und quälend und jedes mal ernüchterte es mich, als ein erneuter Ausruf zu hören war und dieser noch immer viel zu weit entfernt klang. Dennoch gab er mir Sicherheit. Sicherheit sie meinte tatsächlich mich. Ab und zu gab ich ein Erkennungszeichen von mir, damit sie nicht plötzlich abdriftete. Unruhig wischte meine Rute hin und her, es fühlte sich merkwürdig an so nervös zu sein. Dann drangen erneut Geräusche an mein Ohr, doch kein entferntes Jaulen. Nein Schritte! Schon stand sie dort, wenige Meter sogar nur entfernt und ertränkte sich halb im See neben uns. Innerlich etwas geschockt über ihr plötzliches auftreten blieb ich möglichst ruhig, auch wenn ich die Situation doch etwas als subtil empfand. Stumm beobachtete ich sie, machte mir einen Eindruck und merkte mir sofort ihren Geruch. Eindeutig jung, sehr energiereich und aufgeweckt, schien mir nach einer guten Plaudertasche, wenn sie wollte. Doch was sollte ich denn machen, sie schien mich gerade zu ignorieren. Nach einem kurzem Moment war sie fertig und blickte etwas unsicher drein, oder doch eher peinlich berührt. Ihre zarte Stimme erhellte auf einmal die seltsame Stille und sofort zuckte kurz freudig meine Rute eine halbe Runde, ehe ich leicht zu Lächeln begann. "Zeref mein Name. Und mit wem hab ich die Ehre?" fragte ich mit meiner tiefen, geschmeidigen Stimme, dennoch eher amüsiert über die Situation. Auf die anderen Fragen war ich noch nicht eingegangen, immerhin war ich dazu nicht sofort pflichtig, wenn ich nicht einmal ihren Namen kannte.Ich bin wegen diesen Unfall zu spät gekommen.
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BeitragThema: Re: Herbstwald   Do Aug 10, 2017 7:04 pm

Sein Blick hatte durchgehend auf mir gelegen, bis ich mich umgedreht hatte. Neugierig legte ich den Kopf schief um seine Statur und sein Aussehen zu betrachten. Auch sein Geruch wurde von mir ganz genau seziert und schließlich abgespeichert. Seine ruhige Antwort ließ meine Rute gelassen schwingen und meine Ohren sich spitzen. "Freut mich Zeref", antwortete ich und neigte zur Untermalung meiner höflichen Worte den Kopf. Dabei lag stets ein verschmitztes Lächeln in meinem Gesicht. Als ich wieder aufsah, ruhte mein Blick auf seiner Schnauze. "Mich nennt man Falak!" Nachdem ich dies verraten hatte, wurde mein Blick nachdenklicher. "Und was machst du hier? Du bist ja ganz allein...oder?" Ein kleiner Funken von Hoffnung glomm in mir auf und war auch aus meiner Stimme herauszuhören. Ich vermisste Sky und Skylar, mit ihren leicht perfektionistischen und ehrgeizigen Zügen. Sie wussten immer einen Weg. Und sie hatten nie Angst. Kurz wandte ich den Blick vom grauen Rüden ab um die Hügel und Bäume zu betrachten, als wenn sie dort jeden Moment auftauchen könnten. Doch dem war nicht so. Resigniert drehte ich den Kopf wieder dem Rüden zu und seufzte dazu melodisch. "Du hast nicht zufällig einen hellgrauen Rüden und eine dunklere Fähe gesehen?"
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BeitragThema: Re: Herbstwald   Fr Aug 25, 2017 2:22 pm

Gemächlich schlenderte ich durch den Wald, lies den Blick über die unzähligen Bäume wandern und genoß den leichten Geruch nach Sommer, der einen hier umfing. Schon eine Weile wanderte ich hier durch, immer noch auf der Suche nach dem Krähennest. Ein paar dieser Vögel hatten mich auch hier her geführt, nachdem ich orientierungslos über die unbekannten Gebiete außerhalb meines vertrauten Umfeldes gewandert war. Ich hatte Durst und Hunger, bald würde also eine Jagd anstehen, vielleicht schaffte ich es ja davor noch einen guten Unterschlupf für die Nacht zu finden. Ein fremdes Heulen nicht weit entfernt schreckte mich auf. Innerlich schallt ich mich einen Idioten, wie hatte ich einfach den Geruch von anderen Wölfen übersehen können? Am besten würde ich dem Heulen nachgehen und mich vielleicht auch vorstellen, immerhin schien es keine Warnung auszudrücken. Ein anderes Heulen, nicht lange danach, bestärkte mich nur in meinem Vorhaben und so wurde ich schneller und folgte dem Geruch zweier Wölfe. Nicht lange und ich kam an einem großen See an, der hier nicht ganz hereinzupassen schien. Er lag ruhig da, ein paar Blätter der Bäume um ihn herum auf der Oberfläche. Da entdeckte ich auch die gesuchten Wölfe, eine braune Fähe und ein dunkler Rüde, dem Geruch nach. Langsam kam ich auf die beiden zu, senkte kurz den Kopf und wedelte ausgelassen mit dem Schwanz. Ich knickte ein wenig die Beine ein und blieb dann mit ein Distanz vor den beiden stehen, immerhin wollte ich nicht aufdringlich sein. Hallo, ich bin Elune. Seid ihr ebenfalls noch nicht lange hier?, auch wenn es etwas plump klang, etwas anderes war mir auf der Stelle nicht eingefallen.


Zuletzt von Elune am So Aug 27, 2017 12:12 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Accha

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BeitragThema: Re: Herbstwald   Fr Aug 25, 2017 3:40 pm

Seit ein paar Tagen schon hielt ich mich in der Nähe des kleinen Sees auf. Das Wasser war klar, die Beute war reichlich und weit und breit war kein Wolf in Sicht gewesen. Welch wundersamer Ort. Wunderschön und doch so gar nicht bewohnt? Ich konnte von Glück sprechen, dass mich die Krähen diesmal hier hin gebracht hatten und nicht wieder in einen kleinen Hain, der von Wölfen überrannt war. Ich schauderte und kreuzte die Pfoten über meiner Brust, als mir die Erinnerung daran kam. Black Wolves hatten sie sich genannt. Eine Menge schwarze Wölfe und eine kleine, ängstliche und helle Fähe. An ihre Namen erinnerte ich mich nicht mehr, nur daran, dass die Fähe mich immer mit komischen Augen angesehen hatte. Ob ich sie an jemanden erinnert hatte? Nun, mir konnte es ja egal sein. Ich hatte sie schnell wieder verlassen und war erneut dem Weg der Krähen gefolgt.
Hier lag ich nun. Faul, zufrieden brummend und auf dem Rücken liegend sah ich hinauf in den wolkenlosen Himmel. Ein, zwei, drei.. langsam zählte ich die Wölkchen, während meine Rute über den Boden wischte und ein paar trockene Blätter neben mir aufwirbelte. Ob ich hier bleiben sollte? Es war schön hier, auch wenn es mich störte, dass vor einiger Zeit ein Heulen die Nacht durchbrochen hatte. Fürs Erste hatte ich einen großen Bogen um den Ursprung gemacht, doch nach einer Weile hatte es mich nicht mehr abgeschreckt. Achtlos war ich durch den Wald gelaufen, hatte mir jeden Winkel angesehen und verzog nun die Lefzen zu einem grimmigen Lächeln, als der Wind mir vom See aus den Geruch von drei Wölfen zubrachte. Ein Rüde und zwei Fähen, wenn ich mich nicht täuschte.
Lustlos drehte ich mich auf die Seite und hob den Kopf, um über den See hinweg zu schauen. Das Holz-Ding hatte ich schon vor einiger Zeit entdeckt, doch von dort schien der Wind nicht zu kommen. Achtsam wanderte mein Blick am Ufer der anderen Seite entlang, doch ich konnte nichts erblicken. Neugier rang mit meiner natürlichen Faulheit und gewann schließlich, sodass ich mich erhob. Kleine Zweige und Blätter klebten in meinem Fell und selbst das folgende kurze Schütteln löste nicht alles. Ein letzter Blick fiel auf meine Schlafstätte der letzten Tage, dann machte ich mich auf den Weg.
Parallel zum Ufer lief ich dem Wind entgegen und verharrte schließlich zwischen den Sträuchern, als ich Fell in einiger Entfernung entdeckte. Aufmerksam drehten sich meine Ohren in die Richtung, um vielleicht Worte zu verstehen, während meine Rute sich leicht anhob und unruhig hin und her schwang.


Zuletzt von Accha am So Aug 27, 2017 1:31 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Herbstwald   Fr Aug 25, 2017 8:40 pm

Anstelle einer Antwort, brach ein seltsames Schweigen aus. Ungeduldig sah ich den grau melierten Rüden an, der wie abwesend an mir vorbei auf den See starrte. Gerade wollte ich seinem Blick folgen, da hörte ich das Rascheln einiger Blätter und eine graue Fähe erschien rechts von mir. Neugierig und zugleich vorsichtig wandte ich mich ihr zu und behielt dabei stets eines meiner beweglichen Ohren auf Zeref. Doch dieser reagierte gar nicht. Erst als die Fähe sprach, sah er auf, blickte jedoch weiterhin kühl an ihr vorbei. Ich stutzte, schüttelte jedoch verneinend den Kopf. "Ich habe diesen Ort auch eben erst gefunden", gestand ich und trat einen unbeholfenen Schritt zurück, wobei ich fast über einen Stein stolperte. Verlegen sah ich sie an und kräuselte kurz meine Nase, als mir ein fremder Geruch zugetragen wurde. Er verriet mir die Anwesenheit eines weiteren Wolfs, eines Rüden, wenn ich mich nicht täuschte. Aufmerksam sah ich in die entsprechende Richtung, da sprang Zeref plötzlich auf und rannte davon. Erschrocken quietschte ich und sah ihm überrascht nach, bis er zwischen den Bäumen verschwand. Ein leichtes Zittern überflog meine Hinterläufe, als ich die Fähe etwas ratlos ansah. "Der gehört nicht zu mir", versuchte ich alle Missverständnisse bezüglich dieser unhöflichen Tat auszumerzen, bevor sie mich überhaupt auch nur vorwurfsvoll ansehen konnte. "Ich kenne nur seinen Namen."

(Zur Erklärung: Zeref hat das RPG verlassen)
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BeitragThema: Re: Herbstwald   So Aug 27, 2017 12:28 pm

Erleichtert, nicht der einzige neue Wolf hier zu sein, lies mich einen kleinen Schritt näher treten. Der Rüde hingegen war mir ein wenig unheimlich, ich mied, ihn anzusehen. Als er aber einfach aufsprang und davon rannte, ging ich mit großen Augen ein kleines Stück zurück. Auf die nächsten Worte der braunen Fähe nickte ich ihr verwirrt zu und blickte dem seltsamen Rüden hinterher. Warum er wohl einfach gegangen war? Kurz schüttelte ich den Kopf und wollte mich gerade der Fähe vor mir zu wenden, als mir ein weiterer Geruch in die Nase stieg. Noch ein Wolf! Ich blickte in die Richtung, in der er vermutlich stand, sah aber nichts und zögerte kurz. Was wenn er aggressiv ist und uns angriff? Den Gedanken im Hinterkopf rief ich in seine Richtung Versteck dich nicht. Ich drehte mich nun ganz in diese Richtung und stand aufrecht da, die Ohrmuscheln gerade nach vorne gerichtet, meine Rute zuckte unruhig.
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BeitragThema: Re: Herbstwald   So Aug 27, 2017 2:27 pm

Ich war schneller entdeckt worden, als mir lieb war, wo ich doch extra darauf geachtet hatte, dass mir der Wind entgegen bließ. Als die Fähe nun verlangte, dass ich mich nicht versteckte, entfleuchte meiner Kehle ein grunzendes Geräusch. Ich verstecke mich nicht, Fähe, sprach ich freundlich durch die Büsche hindurch zu den Fellhaufen. Leise, jedoch laut genug, dass sie es hörten. Ebenso wie meine Pfoten, die ich nun über das Laub hinweg zu den Wölfen bewegte. Sie sollten mich ruhig hören und wissen, dass ich nicht so dumm war, sie anzugreifen.
Gerade schob ich mich noch durch den letzten Strauch, da entdeckte ich auch schon, dass der Rüde nicht mehr zu sehen war. Augenblicklich kribbelte mein Nacken. Wo war er hin? Wird das ein Hinterhalt? Meine Ohren drehten sich in alle Richtungen, lauschten auf jedes noch so verräterische Geräusch, während sich die Muskeln unter meinem Fell leicht anspannten. Ich war zumindest darauf gefasst, dass er mich attackieren könnte und so wandte ich meinen Blick wieder auf die Fähen. Beide waren zwar ausgewachsen, dennoch fühlte ich mich alt in ihrer Gegenwart. Ob sie zusammen gehörten? Ich bin Accha, stellte ich mich höflich vor und ein Schütteln überkam meinen Körper, der die Anspannung, aber auch die letzten kleinen Ästchen und Blätter aus meinem Fell entfernte. Meine Rute hob sich ein weiteres Stückchen, sodass meine Rutenspitze nun knapp über meinem Hintern aufragte und verdeutlichte, dass ich ein dominanter Wolf war.
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BeitragThema: Re: Herbstwald   So Aug 27, 2017 4:12 pm

Die Fähe schwieg, wie ich erleichtert feststellte. Dennoch war ihr die Verwirrung ins Gesicht geschrieben und auch ich wunderte mich über Zerefs Verhalten. Aber wie konnte ich ihn beurteilen, ich kannte ihn ja kaum. Von den nachdenklichen Gedanken lenkte mich Elune ab, als sie mit dem fremden Rüden zu sprechen begann. Seine Antwort folgte und wenig später hörte man das leichte Rascheln der Büsche. Gespannt spitzte ich die Ohren, ließ die Rute jedoch gesenkt. Erst als der braune Geselle sichtbar wurde, duckte ich mich leicht und biss mir bei seinem misstrauischem Blick auf die Lefze. Zeref ist abgehauen, brummte ich etwas unhöflich und drehte bei seiner dominanten Haltung die Ohren zurück. Sollte ich mich wirklich unterordnen? Ich beschloss, dass es vielleicht das Vertrauen stärken könnte und so drückte ich die Rute unterwürfig, wenn auch widerwillig an meine Hinterläufe. Ich heiße Falak, erwiderte ich fest und musterte den Braunen aufmerksam. Er war ein wenig größer als ich, dominant und selbstbewusst. Aber eben nicht Sky. Die Enttäuschung runterschluckend, wandte ich den Kopf zu Elune, abwartend, was sie sagen würde.
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BeitragThema: Re: Herbstwald   Mo Aug 28, 2017 4:14 pm

Wegen die Antwort, die ich bekam, neigte ich den Kopf leicht. Als er aus den Büschen hervortrat, wirkte der Rüde nicht ganz so gelassen, erst als er sich schüttelte und somit auch die Äste aus seinem Fell entfernte, wirkte er entspannt. Und ich bin Elune. Wir sind nicht auf einen Kampf aus. meinte ich versichernd, änderte meine Haltung aber nicht. Sicher, er war dominant, aber gleich unterordnen würde ich mich nicht. Bist du ebenfalls neu hier? Mein Blick wanderte kurz zu Falak. Das war also ihr Name. Sie wirkte enttäuscht, aber warum? Später würde ich vielleicht noch Zeit haben sie zu fragen, wenn wir zusammen blieben. Sie wirkte jünger als ich, aber dennoch ausgewachsen, während Accha hingegen älter und erfahrener als wir beide wirkte. Ich entspannte meine Körperhaltung ebenfalls, lies meine Ohrmuscheln aber dennoch selbstbewusst wie sie waren. Mit etwas Glück könnten sie sich zusammen auf die Suche nach dem Krähennest machen, vielleicht wurden sie auch Freunde. Denn gemeinsam reist es sich bekanntlich besser. Langsam meldete sich aber auch mein Durst und mein Hunger wieder, also senkte ich entschuldigend den Kopf und ging näher an den See um das Wasser mit tiefen Schlücken zu trinken.
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BeitragThema: Re: Herbstwald   Di Aug 29, 2017 4:35 pm

Meine Ohren drehten sich erst zu der braunen Fähe, dann zu der Grauen, während ich mir ihre Namen und ihre jeweiligen Gerüche einprägte. Als Falak ihre Rute zwischen die Hinterläufe drückte, schaute ich sie überrascht an und lächelte dann sanft. Es war nicht nötig, dass sie ihre eigene dominante Ader unterdrückte. Elune tat es ja auch nicht. Ein wenig entspannter, ob ihrer Reaktion auf den verschwundenen Rüden, ließ ich mich gemächlich auf meine Hinterläufe nieder und brummte ruhig. Neu? Nun ja, begann ich und meine Rute wischte unstet über den Boden. Sagen wir, ich komme nicht von hier.. aber ich streife schon seit ein paar Tagen durch das Krähennest. Hauptsächlich halte ich mich in diesem Wald auf, da die Rehe einfach zu dämlich sind. Ein verschmitztes Lächeln erschien auf meinen Lefzen, ehe ich mir mit der Zunge über sie leckte. Der Geschmack von Blut war schon längst nicht mehr da und bald würde ich mich erneut auf die Suche nach einem Opfer machen. Doch für den Moment waren die beiden Fähen interessanter.
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BeitragThema: Re: Herbstwald   Di Aug 29, 2017 5:44 pm

Unser Weg führte uns ein Stück am Rand der Steppe entlang, wo ich dann in einen Laubwald abbog. "Wieso denn Herbstwald?", fragte ich Payu dann, als wir die ersten Laubgrünen Baumkronen hinter uns gelassen hatten. Sie hatte ihn am See so beiläufig und vorallem selbstverständlich betitelt, wie den Mond oder die Sonne. Zwar würde er im Herbst farblich herausstechend sein, das kannte ich schon aus den früheren beiden Jahren, aber wie kam sie jetzt im Sommer darauf? "Ich meine, es ist ja noch alles grün." Währenddessen verzögerte ich meinen Lauf ein Stück weit, damit wir nebeneinander laufen konnten.
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BeitragThema: Re: Herbstwald   Mi Aug 30, 2017 12:06 pm

Überrascht sah ich auf Ist das hier wirklich das Krähennest? Bist du dir sicher? Meine Stimme wurde ein bisschen höher und ich sprach schneller. Aufregung sammelte sich in meinem Bauch, meine Rute fing wieder an unruhig hin und her zu zucken. Was wenn ich es endlich gefunden hatte? Wenn ich schon längst den Ort erreicht hatte, den ich gesucht hatte? Ich drehte mich den beiden wieder zu, meinen Durst hatte ich vollkommen vergessen. Ich hatte ja noch nicht einmal gewusst, in welche Richtung ich hatte gehen müssen, doch vielleicht war das Glück die ganze Zeit über an meiner Seite gewesen. Vielleicht war es aber auch Jack gewesen. Einserseits war ich ein wenig traurig, doch auch glücklich über den Gedanken, dass mein alter Freund an meiner Seite war und über mich wachte.
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Payu
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BeitragThema: Re: Herbstwald   Sa Sep 02, 2017 9:20 am

Noch immer etwas besorgt, hatte ich am Anfang immer wieder zurück gesehen. Doch kaum war Roerekr außer Sicht, konzentrierte ich mich auf unser Vorhaben und lief bald schon neben Sazca. Es war schön, wieder neben einem anderen Wolf zu laufen, der meine Geschwindigkeit halten konnte, und so wedelte meine Rute fröhlich umher. Als dann der Laubboden unter meinen Pfoten zu knirschen begann und sich die weiche Erde zwischen meinen Ballen ausbreitete, lief mir ein wohliger Schauder über den Rücken und entlockte mir ein zufriedenes Lächeln. Irgendwann lasse ich mich hier nieder, versprach ich mir selbst und blieb etwas hinter dem braunen Rüden zurück.
Meine Ohren drehten sich in Sazcas Richtung, als er nach dem Namen des Waldes fragte und ich sah mich selbst einmal um. Es stimmte. Die Blätter waren grün, das alte bunte Laub fast vollständig zerfallen. Ehrlich gesagt.. ich weiß es nicht. Es war von jeher schon so, versuchte ich zu erklären. Das Revier meiner El- meines ehemaligen Rudels liegt nicht weit vom Krähennest im Osten. Als Jungwolf war ich oft hier und habe gespielt. Der alte Lon hat dann immer mit mir geschimpft. "Warst du schon wieder im Herbstwald? Dort ist es gefährlich!", hatte er immer gesagt. Das Lächeln verschwand mit der Erinnerung an meine Familie und ich schaute nachdenklich vor mich her. Verzeih, das magst du sicher gar nicht hören. Es ist der einzige reine Laubwald im Krähennest. Weiter östlich gibt es einen See, an dem früher wohl mal Menschen lebten, aber heute steht da nur noch ein Ding aus langen kahlen Ästen. Die Rehherden findet man zumeist nördlich und südlich davon, informierte ich Sazca und sah ihn dann offen an. Als mir dann auffiel, dass ich ihn erneut zuplapperte, schloss ich mein Maul rasch wieder und legte die Ohren für einen Moment entschuldigend an.

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BeitragThema: Re: Herbstwald   Mo Sep 04, 2017 6:47 pm

Mit grimmiger Miene und weiterhin geduckter Haltung hatte ich den Rüden betrachtet, bis ich einen umsichtigen Schritt zurücktrat und mich dabei zögernd aufrichtete. Elan hat sich auch nicht unterworfen, legte ich mir bereits eine bissige Antwort zurecht, sollte mich der Rüde unterweise wollen. Doch soweit kam es scheinbar nicht, denn die beiden fanden sofort ein neues Thema. Interessiert zuckten meine Ohren als ich das Wörtchen "Krähennest" heraushörte. Krähennest?, stellte ich mich etwas dümmlich und fragte daher gleich nochmal nach um das Gespräch anzukurbeln und etwas mehr über diesen scheinbar weitverbreiteten Begriff herauszufinden. Oder eher nicht weitverbreitet, ich hatte davon nämlich noch nie gehört. Während ich die beiden Wölfe also musterte, bemerkte ich die verschiedenen Gerüche nicht, die sich scheinbar total plötzlich in der Luft sammelten. Auch die beiden Wölfe in meinem Rücken blieben unbemerkt.
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BeitragThema: Re: Herbstwald   Di Sep 05, 2017 9:19 am

Ich schubste Payu leicht neckend zur Seite. "Und jetzt bist du schon wieder hier? Was würde Lon nur dazu sagen?" Ich lächelte sie an. "Nein, es interessiert mich wirklich. Und wenn wir nicht reden würden, dann wäre das ja auch langweilig." Ich grübelte lautstark, während ich mir eine Geschichte aus meiner Vergangenheit hervorrief. "Bei uns in der Nähe gab es kaum Wald, und das was es gab sah ganz anders aus. Es war fast überall trockenr als da wo die Bisons waren. Dafür gab es grüne, haarige Bäume, aber wehe man klettert darauf. Die Haare stecken ganz fies." Unterdessen liefen wir weiter in den Wald hinein, wo die Bäume zunehmend dichter wurden. "Und wo gehen wir jetzt hin? Norden oder Süden?" Dich gerade als ich das aussprach, roch ich etwas. Und dann eine Stimme. Ich hielt eine Pfote vor meine Schnauze – ein Zeichen an Payu, ruhig zu sein – und ging wachsam durch das Unterholz auf die Stimme zu, die jetzt erklang. Und sogleich sah ich drei Wölfe, die beieinander standen. Ein Rudel, oder so? Vielleicht Vater, Mutter und Jungwolf? Ich blickte auf Payu zurück, ob sie neben mir trat, um zuzusehen.
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BeitragThema: Re: Herbstwald   Mi Sep 06, 2017 2:18 pm

Nun ja, ich habe nach dem Krähennest gesucht. Ich kenne es aus alten Geschichten, die mir ein guter Freund erzählte. Vor vielen Jahren haben hier Wölfe gejagt, haben sich hier niedergelassen. Der Name kommt von den vielen Krähen, die diesen Ort ebenfalls bewohnen. Ich habe zwar bereits ungewöhnlich viele gesehen, aber das heißt nicht immer etwas. Doch diese gute Zeit verging ohne Vorwarnung. Die Wölfe lebten hier
bis zu jener Nacht, als der Mond sich wandelte und die Erde zu beben begann. Der Himmel verdunkelte sich, Stürme zogen durchs Land und der Vulkan spuckte glühende Brocken in alle Richtungen. Ein nicht enden wollender Strom von Lava vernichtete sofort die nahen Gebiete, doch auch die weiter entfernten wurden nicht verschont. Feuer und Asche breitete sich in alle Himmelsrichtungen aus und machten das Land bald unbewohnbar. Die Krähen flohen als Erste und die Beutetiere machten es ihnen bald nach. Den Wölfen, die überlebt hatten, blieb keine Wahl, als ihre Heimat zu verlassen. Kopiert aus der Vorgeschichte des RPG's
Während meiner kleinen Erzählung hatte mich hingesetzt und mich vollkommen in meinen Worten verloren. Nachdem ich geendet hatte, schloß ich kurz die Augen und atmete tief durch. Unbekannte Gerüche stiegen mir in die Nase, zwei weitere Wölfe befanden sich in unserer Nähe, wieder eine Fähe und ein Rüde. Neugierig drehte ich meinen Kopf in ihre Richtung und versuchte sie zu entdecken.
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Fayrah

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BeitragThema: Re: Herbstwald   Mi Sep 06, 2017 4:49 pm

In geduckter Halltung kauerte ich am Boden. Immer wieder drehte ich meinen Kopf von einer Seite auf die andere und zuckte mit den Ohren. Den Blick fest auf die Stelle gerichtet, von der das leise Piepen an meine Ohren drang, schlich ich langsam näher. Ich drückte mich noch ein wenig tiefer ins Gras und wartete gespannt auf den richtigen Augenblick. Dieser ließ nicht lange auf sich warten und ich sprang flink nach oben und fixierte bei meiner Landung eine fette Maus am Boden, welche verzweifelt zu entkommen versuchte. Rasch schlang ich sie herunter, denn seit meinem Aufbruch hatten neben weiteren Mäusen nur andere kleine Säuger auf meinem Speiseplan gestanden und diese hatten meinen grummelnden Magen nur ansatzweise befriedigt.
Der drehende Wind trug mir plötzlich den Geruch anderer Wölfe zu. Von mehreren sogar. Unsicher legte ich die Ohren an. Ein Rudel? Ich trat unentschlossen von einer Pfote auf die andere. Es war schon eine Weile her, seit ich das letzte mal einem Artgenossen begegnet war und ehrlich gesagt vermisste ich das Gefühl der Zugehörigkeit.
Schließlich siegte die Neugier und ich trabte langsam in die Richtung aus der der Geruch kam. Um meine eigene Note zu ein wenig verdecken, wälzte ich mich davor allerdings im Gras und hoffte, man würde mich nicht direkt bemerken und mir eine Chance zum Einschätzen der Situation lassen.
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BeitragThema: Re: Herbstwald   Mi Sep 06, 2017 5:47 pm

Ich wollte Elune gerade antworten, als mich die Frage von Falak ein wenig aus der Bahn geworfen hatte. Es gab tatsächlich Wölfe, die noch nie etwas vom Krähennest gehört hatten? Überrascht zogen sich meine Augenbrauen nach oben, während meine Ohren zuckten. Als Elune dann bereits zu erzählen begann, legte sich wieder ein Lächeln auf meine Lefzen. Es versetzte mich in meine Welpenzeit zurück, die Geschichte des Krähennests so detail getreut zu vernehmen, sodass sich meine Haltung immer mehr entspannte und meine Rute schließlich gut gelaunt über den Boden wedelte. Gut vorgetragen, raunte ich der Fähe zu und neigte meine Schnauze ein Stück weit, um meine Dankbarkeit auszudrücken. Als sie sich dann neugierig umblickte, sah ich sie fragend an. Was ist los? Doch noch ehe die Worte aus meiner Schnauze heraus waren, war der Geruch auch schon an meine Nase gelangt und ich folgte ihrem Beispiel, indem ich mich umsah.
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BeitragThema: Re: Herbstwald   Mi Sep 06, 2017 9:38 pm

Aufmerksam hatte ich der Geschichte des Krähennestes gelauscht und mich dabei langsam auf die Hinterläufe gleiten lassen. Meine Ohren spitzten sich neugierig, während meine Rute langsam hin und her wischte. Als Elune endete, nickte ich kurz. Ah, gab ich etwas lahm von mir und beobachtete anschließend, wie sich Accha zu Elune beugte. Diesen Moment nutzte ich um nachdenklich in die Gegend zu starren, wobei ich endlich auch mal die Gerüche bemerkte. Irritierte runzelte ich die Stirn und sprang auf meine Pfoten, während meine Augen die Umgebung absuchten. Hallo?
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BeitragThema: Re: Herbstwald   Fr Sep 08, 2017 8:20 pm

Einen Augenblick lang war ich verunsichert und wurde langsamer, als Sazca mich anschubste und schaute ihn wohl auch entsprechend an, doch sein Lächeln zerstreute meine Bedenken. Mein eigenes Lächeln, das sich nun auf meine Lefzen zog, war ehrlich und ich holte rasch wieder zu ihm auf. Stimmt, gab ich ihm Recht und meine Ohren wackelten fröhlich, während ich ihm zuhörte. Auf seine Frage hin schaute ich mich um und orientierte mich. Gerade wollte ich mich wieder nördlich wenden, da schien der Braune etwas gehört zu haben. Meine Schnauze schloss sich augenblicklich und ich trat vorsichtig neben ihn. Neugierig, jedoch ein wenig nervös, blieb ich schräg hinter ihm stehen und schielte über seinen Kopf hinweg. Noch mehr Wölfe! Dabei war das Krähennest doch so lange vereinsamt gewesen. Mein Fell plüschte sich vor Aufregung, während ich einen mutigen Schritt weiter vor ging, um die Wölfe besser zu verstehen. Als die Fähe dann die Geschichte des Krähennestes wiedergab, öffnete sich meine Schnauze ein Stück weit. Jedoch nur, um im nächsten Moment ein höchst unreifes Janken zu äußern, als die braune Fähe aufsprang und fast schon direkt in unsere Richtung schaute. Meine Ohren legten sich an und meine Rute senkte sich, während ich schluckte. Hallo, äußerte ich dennoch nervös, denn alles andere wäre unhöflich gewesen und hätte uns wohl nur in noch mehr Schwierigkeiten gebracht. Langsam trat ich dabei wieder den Schritt rückwärts neben Sazca. Entschuldigung! Wir wollten nicht lauschen.., versuchte ich zu erklären und sah nun von einem Wolf zum anderen. Seid ihr wegen der Legenden hier?

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BeitragThema: Re: Herbstwald   Sa Sep 09, 2017 2:51 pm

Ich neigte ebenfalls kurz den Kopf in Richtung des Rüden Danke., dann wandte ich mich wieder den Neuankömmlingen zu Hallo. Ihr habt nichts falsch gemacht. Ich lächelte leicht Kommt ruhig zu uns, ich denke nicht, dass wir beißen? fragend blickte ich von Accha zu Falak. Ich schätzte die Beiden nicht so ein, dass sie etwas dagegen hatten. Und ja, ich für meinen Teil habe nach diesem Ort gesucht. Ich blieb zwar weiterhin sitzen, drehte mich aber in ihre Richtung und blickte ihnen aufmerksam entgegen. Offensichtlich waren wir noch lange nicht die Einzigen hier, vielleicht bildeten sich auch bald Rudel, wenn es nicht schon welche gab. Mal abgesehen davon, dass ich überhaupt keine Ahnung hatte, wie man sich als Teil von einem verhielt. Ich war ein Einzellgänger gewesen, kurzzeitig war Jack an meiner Seite gewesen, aber niemals mehr als das. Vielleicht blieb ich auch alleine, pflegte meine Freundschaften zu den anderen, trat ihnen respektvoll gegenüber und makierte mein eigenes, kleines Revier.
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BeitragThema: Re: Herbstwald   Sa Sep 09, 2017 4:55 pm

Bald schon hatte mich der Geruch zu seiner Quelle geführt. Sechs meiner Artgenossen hatten sich zusammen gefunden und mir stockte der Atem. Hatte ich mich vielleicht geirrt und das hier war nicht Krähennest? Immerhin hatte man mir immer erzählt, dass sich nach dem großen Unglück kaum noch ein Wolf hierher traute.
Ich trat noch ein wenig näher heran und setzte mich dann. Nachdenklich strich meine Rute hin und her. Dem Wortwechsel der anderen zur Folge, schien sich keiner von ihnen sonderlich gut zu kennen und ich runzelte die Stirn. Also doch kein Rudel.. Aber was machen sie dann alle hier? Kennen auch sie die alten Geschichten? Ich legte den Kopf schief. Ich hatte bisher angenommen, die einzige gewesen zu sein, die diesen Erzählungen Glauben, oder auch nur Interesse geschenkt hatte.
Keiner der Wölfe schien aggressiv oder zu dominant zu sein, gut soweit. Doch der Eindruck konnte täuschen, also blieb ich vorerst in Deckung, musterte die anderen aus der Ferne und hörte aufmerksam zu.
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